„Einer der wichtigsten Punkte bei der Optimierung einer Website ist die Überarbeitung des Inhalts.“[1] Dabei „[…] werden besonders Webseiten bevorzugt, die durch ein reichhaltiges Angebot an Content glänzen können.“[2] Im Mittelpunkt sollte dabei die Einbindung von relevanten Keywords stehen, für die man später bei den Suchmaschinen eine hohe Position erzielen möchte. Diese sollten so in die einzelnen Seiten der Website eingebunden werden, dass die Gewichtungsfaktoren der Suchmaschinen in möglichst hohem Maße Berücksichtigung finden.[3]

Winkler weist darauf hin, dass eine Seite nicht auf mehr als 5 Keywords optimiert werden sollte.[4] Dem zugrunde liegt folgende Annahme: „Optimiert man eine Website für Keyword A, nimmt die Relevanz der Website für Keyword B ab, optimiert man für B, schwindet wiederum die Relevanz für A.“[5] Zudem weisen Bischopinck/Ceyp darauf hin, dass die IR-Systeme der Suchmaschinen bei einer zu großen Anzahl an unterschiedlichen Begriffen nicht entscheiden können, welches Thema die höchste Relevanz für das Dokument hat. Dies kann dann zu einer Abwertung des gesamten Dokuments führen, da keines der gefunden Keywords als relevant bewertet wird.[6]

Bezüglich der Keywords sollte stets beachtet werden, dass „eine allzu häufige Wiederholung desselben Begriffs […] kontraproduktiv (ist).“[7] Denn wenn der Anteil eines bestimmten Keywords eine von Suchmaschinen festgelegte Prozentzahl übersteigt, wird dies schnell als Spamversuch (Keyword-Stuffing) gewertet. Dies führt in der Regel zur Nichterfassung der Seite oder zur Nichtbeachtung des Begriffs.[8]

Die optimale Keyword-Dichte wird je nach Autor unterschiedlich angegeben. So spricht Winkler von  1 – 5 Prozent,[9] Fischer empfiehlt 5 – 7 Prozent[10] und Erlhofer geht davon aus, dass 3 – 8 Prozent optimal sind. Gleichzeitig weist Erlhofer aber darauf hin, dass es nicht selten gut platzierte Seiten gibt, die eine Keyworddichte von 15 Prozent und mehr aufweisen. Dies sei insbesondere bei Suchanfragen zu beobachten, bei denen die Ergebnisse allesamt einen relativ niedrigen PageRank aufweisen.[11]

Die Website seo-hacker.com hat zudem herausgefunden, dass sich die Keyword Dichte bei den verschiedenen Suchmaschinen unterscheidet. Für Google wurde anhand einer Untersuchung eine optimale Keyworddichte zwischen 1 – 2 Prozent festgestellt. Bei Yahoo liegt die durchschnittliche Keyworddichte der am besten positionierten Websites bei 3 Prozent.[12]

Laut Klünder kann eine übermäßige Nennung von Schlüsselwörtern die Lesbarkeit und die Verständlichkeit von Texten für die menschlichen Besucher stark beeinträchtigen.[13] Nach Broschart sollten zudem folgende Regeln bei der Erstellung von Texten und dem damit verbundenen Einsatz von Keywords beachtet werden:[14]

  • Der Fließtext muss im Kontext zum Seitentitel und der jeweiligen Überschrift stehen.
  • Konzentration von maximal drei Begriffen je Dokument.
  • Innerhalb eines Fließtextes auf nicht komplett identische Schreibweise der relevanten Begriffe achten.
  • Synonyme verwenden
  • Singular- und Pluralformen verwenden
  • Der Text sollte leicht lesbar und nicht künstlich wirken.

Darüber hinaus weist Greifeneder darauf hin, dass sich auch die Nutzung häufiger Tippfehler als ein strategischer Ansatz für einen effizienten Einsatz von Suchbegriffen innerhalb eines Textes anbieten.[15]

Außerdem empfiehlt es sich so genannte LSI-Keywords (Latent Semantic Indexing Keywords) in die auf den Seiten verbauten Texten zu integrieren. Laut Brown sollten in jedem auf der Website veröffentlichten Text 2 – 5 LSI-Keywords integriert werden. Je mehr diese speziellen Keywords dem eigentlichen Suchbegriff „unterstützend“ zur Seite stehen, desto mehr Relevanz wird dem Hauptsuchbegriff von Seiten der Suchmaschinen zugerechnet. Diese LSI-Keywords können mit Hilfe des Google Keyword-Tools oder aus den „Google Search Suggestions“, die im Rahmen der Websuche angezeigt werden, entnommen werden, wie Abbildung 1 zeigt.[16]

google-suche Keywordoptimierung im SEO – worauf Sie unbedingt achten sollten

Abb. 1: Beispiel für LSI-Keywords anhand der Google Search Suggestions

Quelle: http://www.google.de

Für das konkrete, aus Abbildung 1 hervorgehende Beispiel bedeutet dies, dass Google auf einer Website, die gut für das Keyword „Suchmaschinenoptimierung“ rankt, auch Begriffe wie „Suchmaschinenoptimierung google“ und „Suchmaschinenoptimierung kostenlos“ zu finden erwartet. Je eher die von Google als relevant angesehenen Begriffe zusätzlich zum eigentlichen Keyword auf der Website auftauchen, desto größer ist auch die Relevanz, die Google der Seite und damit dem eigentlichen Suchbegriff beimisst.

Winkler weist zudem darauf hin, dass jene Websites einen leichten Vorteil vor ihren Konkurrenten haben, deren eigentlicher Inhalt näher am Quelltext-Anfang steht. Der Grund dafür dürfte darin liegen, dass die Robots der Suchmaschinen dem Quelltext jeder gefundenen Website von oben nach unten analysieren und dabei den zuerst gefundenen Worten und Texten mehr Bedeutung beimessen als den nachfolgenden.[17]

Neben den vielen positiven Eigenschaften die Keywords für eine Website bereithalten, gibt es aber auch negative. So bezeichnet der Begriff „Poison Words“ bestimmte Wörter, die durch ihr Erscheinen auf einer Website zu einem schlechten Ranking beitragen können. Da es von Seiten der Suchmaschinen keine offiziellen Listen mit diesen Keywords gibt, können auch hier nur Annahmen getroffen werden. Winkler hält Begriffe aus dem Erotik- und Glücksspielbereich sowie sämtliche mit Potenzmitteln in Zusammenhang stehende Begriffe für solche Posion Words.[18] Auf diese sollte im Rahmen der OnPage-Optimierung aber auch der OffPage-Optimierung möglichst verzichtet werden.

Quelle: [1] Winkler, 2008, S. 215; [2] Winkler, 2008, S. 215; [3] Vgl.: Glöggler, 2003, S. 128; [4] Vgl.: Winkler, 2008, S. 185; [5] Winkler, 2008, S. 185; [6] Vgl.: Bischopinck/Ceyp, 2009, S. 176; [7] Greifeneder, 2006, S. 46; [8] Vgl.: Bischopninck & Ceyp, 2009, S. 211f; [9] Vgl.: Winkler, 2008, S. 217; [10] Vgl.: Fischer, 2009, S. 433; [11] Vgl.: Erlhofer, 2008, S. 249ff; [12] Vgl.: http://seo-hacker.com; [13] Vgl.: Chung/Klünder, 2007, S. 76f; [14] Broschart, 2010, S. 235; [15] Vgl.: Greifeneder, 2006, S. 60; [16] Vgl.: Brown, 2011, S. 60ff; [17] Vgl.: Winkler, 2008, 228; [18] Vgl.: Winkler, 2008, S. 221

Wichtige Information: Die in diesem Artikel veröffentlichten Angaben sind Auszüge aus meiner am 15. Juli 2013 vorgelegten Master Thesis zum Thema: “Experiment zur Untersuchung des Zusammenspiels zwischen White-Hat- und Black-Hat-Methoden bei der Suchmaschinenoptimierung“. In einem sich extrem schnell wandelnden Bereich wie dem Online Marketing könnten einige der gemachten Angaben mittlerweile “outdated” sein!

Author: Mark Etting

Mark Etting studierte Dialogmarketing und Kommunikationsmanagement, arbeitete als SEO Consultant in verschiedenen Online Marketing Agenturen und als Inhouse SEO. Seit 2015 arbeitet er als SEO Freelancer für nationale und internationale Kunden.